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Die Reifung des Weins
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Der
Biologische Säureabbau (BSA)
Im Normalfall wird der Jungwein nach der Gärung von der
Hefe abgezogen und in einen neuen Behälter (Fass, Tank)
gebracht. Wegen der grossen Empfindlichkeit von Oenococcus
oeni gegenüber der Schwefligen Säure darf, sofern
der BSA erwünscht ist, zu diesem Zeitpunkt unter keinen
Umständen geschwefelt werden, wie dies früher
Tradition war. |
Der BSA erfolgt nach der
folgenden Formel:
Zeitliche Entwicklung des Säureabbaus: |
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Produktion von Kleinmengen (Hobby) |
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Dar gepresste Wein wird konstant bei 18 bis 20 °C gehalten. In einem Verschlag braucht es weniger Energie. |
Biologischer Säureabbau in 25 Litter Flaschen oder ..... |
....in 150l Stahltank - immervoll. |
Die Flaschen werden verschlossen mit einemLuftfilter mit Glyzerin Gemisch. |
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Mit der Pipette 10 ml Wein in einen Glasbehälter geben. Beim Farbumschlag kann von der Pipette die Menge der Blaulauge abgelesen werden, die dem Wein zugefügt wurde (Anzahl ml gleich g Säure pro Liter Wein). |
Impfen mit Oenococcus oeni:
Rehidratieren der Bakterien mit der 20 fachen Menge an
destilliertem Wasser (20 - 30°) während 15 Minuten.
Dem Wein unter langsamen Rühren zufügen. |
Halten der Luft Temperatur zwischen 18 und 20 °C |
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Magnetrührer ist sehr hilfreich beim zufügen der Blaulauge |
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Messen des pH Wertes des Weins |
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Vorkommen und Eigenschaften von Oenococcus oeniWein ist kein "natürlicher" Standort von Bakterien. Es ist daher anzunehmen, dass die Milchsäurebakterien bei der Weinbereitung in den Wein gelangen. Als Kontaminationsquellen kommen zwei Möglichkeiten in Betracht:
Oenococcus oeni stellt ziemlich hohe Ernährungs- und Wuchsstofffansprüche. Aminosäuren können von ihnen nur zum geringen Teil synthetisiert werden. Der Vitaminbedarf ist, wie bei den Milchsäurebakterien ganz allgemin, sehr ausgeprägt. Die Ansprüche an die Mineralstoffe sind gering. Beim Abbau der Aepfelsäure durch das Malatenzym wirkt Mn++ (oder Mg++) als Cofaktor und K+ fördert diese Reaktion. Obwohl schon ältere Ergebnisse auf die Bedeutung der Kohlensäure hindeuten, ergaben neuere Versuche, dass diese Bakterien auf die anwesenheit von CO² eindeutig angewiesen sind. Es steht auch fest, dass die Hefen während und nach der alkoholischen Gärung Bakterien Wachstum und Aepfelsäureabbau stark fordern können. diese Forderwirkung besteht ziemlich sicher darin, dass die Hefe Stoffe aus der Zelle in Ihre Umgebung abgibt. Schon während der Gärung werden von der Hefe Aminosäuren und Vitamine produziert, welche die Bakterien benötigen. Da beim Absterben der Hefezelle ihre Semipermeabilität zusammenbricht, diffundieren lösliche Stoffe rasch in das Substrat, so dass die Milchsäurebakterien nach dem Tod der Hefezelle erst recht von ihnen profitieren können. Mit Hefen zusammen sind Milchsäurebakterien auch in Substraten zu vermehren, die ihnen allein kein Wachstum ermöglichen würden. Die Wasserstoffionen Konzentration ist für die Vermehrung von Bakterien ein entscheidender Faktor. Allgemein gilt: Je höher der pH-Wert des Mostes respektive des Weines, um so rascher setzt die Vermehrung der Milchsäurebakterien und ihr Säureabbau ein und um so rascher ist er auch beendet, das heisst die Aepfelsäure in Milchsäure umgesetzt. Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Vermehrung der Milchsäurebakterien und ihren Säureabbau im Wein begrenzen, ist die Schwefliche Säure, die schon in geringen Konzentrationen stark hemmend und bakterizid wird. Die Hemmwirkung der Schweflichen säure steigt mit fallendem pH-Wert, das heisst steigendem Säuregehalt des Weines. Besonders stark hemmend auf den biologischen Säureabbau wirkt die Schwefelung des Jungweines. Das Temperatur Optimum von Leuconostoc oenos liegt, von Abweichungen bei einzelnen Stämmen abgesehen, bei 20-24 °C. Für die praktische Weinbereitung gilt die Erfahrung, dass in Weinen unter 10 °C ein Säureabbau nicht eintritt. Um ihn zu erreichen, sind mindestens 15 °C nötig ("Wenn der neue Wein blüht, gärt es im alten"). |
Bakterien in Traubenmost und WeinDie Zusammensetzung von Traubenmost und Wein (vor allem pH und Alkohol) erlaubt es nur den Vertretern weniger Bakteriengattungen in diesem Milieu zu wachsen. Die wichtigsten Bakterien Gattungen im Wein sind:
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Die Bestimmung der Säuremenge |
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Die Säuremenge wird durch Titration
bestimmt. Dazu dient das so genannte Acidometer.
Das Prinzip beruht darauf, dass die Säure im Wein
nach und nach durch Zugabe einer stark basischen
Lösung neutralisiert wird. Die Säure ist
vollständig neutralisiert, wenn der neutrale pH-Wert
von 7 erreicht wird. Die Menge an Base, die man dafür
benötigt, ist ein Maß für die
Säuremenge, die im Wein ist. Das Erreichen des
Neutralpunkts kann man durch den Umschlag eines farbigen
Indikators erkennen.
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Ein harmonisch schmeckender Wein
benötigt eine bestimmte Säuremenge.
Säurearme Weine aus Früchten mit einem geringen
Gehalt an natürlichen Fruchtsäuren müssen
deshalb mit Säure versetzt werden. Die aktuelle
Säure Stärke einer Lösung wird durch den
pH-Wert beschrieben. Der pH-Wert eines Fruchtweins liegt meist zwischen 3 und 4. Er ist für die Weinbereitung jedoch von geringerer Bedeutung, denn er bestimmt den Säuregeschmack im alterersten Moment des Verkostens. Wichtiger ist die absolute Säuremenge, die in g/l angegeben wird, denn sie bestimmt die Nachhaltigkeit des Säuregeschmacks. Warum kann man nicht vom pH-Wert direkt auf die Säuremenge schließen beziehungsweise warum die Bestimmung der Säuremenge wichtiger ist als die Bestimmung des pH-Werts. Eine Zelle und damit auch der "Fruchtmatsch" im Wein besteht aus einem komplexen Gemisch aus verschiedenen schwachen Säuren, deren Basen, Proteinen und Salzen. Der pH-Wert einer solchen Lösung wird nicht von der absoluten Menge aller Bestandteile bestimmt, sondern von deren Verhältnis zueinander. Deshalb erlaubt der pH-Wert keinen Rückschluss auf die Säuremenge. Dazu ein Beispiel mit Essigsäure. Die hier erklärten Prinzipien gelten uneingeschränkt für alle Säuren, die im Fruchtwein enthalten sein können. Wie Sie wissen, ist Essig sauer. Das liegt daran, dass das Essigmolekül ein Proton auf Wasser übertragen kann (Abb. 6.4). Dabei einsteht das Salz der Essigsäure. Das Salz der Essigsäure ist eine Base, denn sie kann wieder ein Proton aufnehmen: Die Abgabe des Protons vom Essig an Wasser ist reversibel. Wenn der Hobbychemiker die schwache Säure Essig und ein Salz der Essigsäure (die konjugierte Base) so in Wasser mischt, dass das Verhältnis der Säure- und Basenteilchen 1:1 ist, so wird die Lösung einen pH-Wert von 4,74 haben. Das ist immer so, wenn ich diese beiden Stoffe im Verhältnis 1:1 mische. Es spielt dabei gar keine Rolle, wie viel Säure und Base er insgesamt in das Wasser gemischt hat. Der pH-Wert ist also unabhängig von der Konzentration der Essigsäure. Andersherum gesagt: Wenn ich den pH-Wert messe, kann ich aus dem Ergebnis der Messung nicht auf die Gesamtkonzentration von Essig und seiner konjugierten Base rückschließen. Das ist der Grund, warum der pH-Wert eines Weinansatzes kein Maß für die Säuremenge ist. Was für die Weinbereitung wichtig ist: Ein solches Gemisch aus schwachen Säuren und der konjugierten Base reagiert wie eine Pufferlösung, d.h. der pH-Wert wird innerhalb eines bestimmten Bereichs halbwegs konstant gehalten, auch wenn kleine Mengen Säure oder Base hinzu gegeben werden. Woran liegt das? Kommen wir auf unser Beispiel mit dem Hobbychemiker zurück, der einen Puffer aus Essig und der konjugierten Base des Essigs im Verhältnis 1:1 hergestellt hat. Gibt er z.B. ein klein wenig einer starke Base in diesen Puffer, so wird die Base Protonen aufnehmen, und die Konzentration der Hydroniumionen sinkt. Nun setzt die Pufferwirkung ein: Das Gleichgewicht zwischen Essig und der konjugierten Base verschiebt sich zugunsten des Salzes, d.h. einige Essigäureteilchen geben ihr Proton ab, bis der Verlust an Hydrioniumionen ausgeglichen ist. Deshalb bleibt der pH-Wert zunächst stabil bei 4,74. Erst wenn die Essigteilchen aufgebraucht sind steigt der pH-Wert bei Zugabe von Base an. Je größer die Konzentration der Essigteilchen ist, desto später wird dieser Punkt erreicht. Eine höher konzentrierte Lösung "puffert" also besser als eine niedrig konzentrierte, man muss umso mehr von einer starke Base zugeben, bis der neutralen Bereich (pH 7) erreicht wird, je höher die Konzentration des Puffergemischs ist. Wie wir gesehen haben ist der pH kein Maß für die Säuremenge. Die Menge einer starken Base, die ich benötige, damit die Lösung einen neutralen pH erreicht, erlaubt hingegen den Rückschluss auf die Säuremenge. Eine solche Messung nennt der Chemiker Titration (siehe unten). Durch Titration kann die die Säuremenge auch im Wein bestimmt werden. Noch ein Wort zur Nachhaltigkeit des Säuregeschmacks. Speichel ist ebenfalls ein Puffer, allerdings mit einem neutralen pH von etwa 7 bis 8 (ein niedriger pH würde verschiedene Enzyme im Speichel hemmen und den Zahnschmelz angreifen). Wenn Sie einen Schluck sauren Wein in den Mund nehmen, puffert Ihr Speichel quasi "gegen" den pH-Wert des Weins. Ein Wein mit niedriger Säuremenge wird schneller vom Speichel neutralisiert als ein Wein mit hoher Säuremenge. Er schmeckt flau und langweilig. Ein Wein mit viel Säure ist nachhaltiger im Säuregeschmack, auch wenn der pH-Wert sich nicht von einem Wein mit geringer Säuremenge unterscheidet. Ein Zuviel an Säure schadet natürlich auch, die Säure kann feine Geschmacksnuancen überdecken und den Magen belasten. Erfahrungsgemäß sind Säurewerte von 7,5 g/l im Wein optimal. |
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